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QUERFUNK 104,8 MHz
Freies Radio Karlsruhe |
Orsinos Lied 09.11.2008
Studio 0721 / 38 50 30 |
Orsino-Jingle
V.A. Makame Faki La Paloma # 5 2
Trikont 2008 LC 04270
www.trikont.de
Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein
abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder
serviert bekommen.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk: Herzlich Willkommen
zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus
Zansibar sagt Orsino.
Es warten Euch in der kommende Stunde unter anderem musikalische
Köstlichkeiten aus Georgien, Indonesien und Norwegen. Der Goldene Orsino
geht an das Bonsai Garden Orchestra für ihre Produktion Take One.
Die Zansibarer behaupten, dass La Paloma von ihrer Inselgruppe vor Afrikas
Ostküste stammt. Gesungen wird es dort heute auf jeder Hochzeit. Ihr hörtet
Makame Faki, den Sänger des Culture Musical Club mit seiner Interpretation
diese weltweiten Schlagers.
Israel gedenkt in diesem Jahr zweier Ereignisse, in denen sich das ganze
Schicksal der Juden widerspiegelt. Vor genau 70 Jahren fand in Deutschland
die Pogromnacht statt - der Auftakt zu einer der grössten Schreckenstaten,
die sich die Menschheit in ihr Stammbuch geschrieben hat. In diesem Jahr
feiern die Juden jedoch auch die Gründung des neuen Staates Israel vor 60
Jahren.
Aus letzterem, dem freudigerem Anlass, ist die CD Shabbat Night Fever
erschienen. In 20 Titeln und einen ausführlichen Booklet, dass aus der CD
fast ein Buch macht, stellt Shabbat Night Fever die aktuelle Pop-Musikszene
Israel vor. Mit dabei unter anderem Kutiman, Balkan Beat Box, Boom Pam und
Mook E, den ihr gleich hören werdet.
Die Karpaten sind ein Gebirgszug, der sich von Polen über Tschechien und
die Slowakei durch die Ukraine bis nach Rumänien zieht. Diese Gebiete
hießen früher Galizien, Bukovina und Transsylvanien und in den karpatischen
Dörfern lebten viele Juden. So verwundert es nicht, dass sich die jüdische
Kultur in der Musik der Karpaten wiederfindet. Die Transkapela aus Polen
hat sich dieser Musik angenommen. Klezmer Carpathian Music ist der
bezeichnende Titel ihrer rein akustisch eingespielten CD.
Die jüdische Jazz-Avantgarde ist heute vorzugsweise in New York um den
Tausendsassa John Zorn und seine Radical Yewish Culture - Bewegung zu
finden. Zorn ist vor allem durch sein Masada-Song-Book bekannt geworden.
Nun komponierte Zorn Masada Book Two, spielt die Songs jedoch nicht mit
seinem eigenen Quartett ein, sondern ließ befreundete Musiker ran.
Beispielsweise den Pianisten Uri Caine. Auf der CD Moloch interpretiert Uri
Caine die Stücke so einfühlsam, wie Zorns Komposition selten dahergekommen
sind.
Öffnet nun also Eure Herzen für den israelischen Rapper Mook E, einen
Klezmer-Tango von Transkapela und Uri Caines Jazz-Piano.
V.A. Mook E shabbat night fever 3
Fly Fast 2008 LC 15677
www.fly-fast-
records.com
Transkapela klezmer carpathian music 7
ARC 2007 LC 05111
www.arcmusic.co.uk
Caine plays masada book two - moloch 8
Tzadik 2006 LC 01221
www.tzadik.com
Tief im musikalischen Erbe Georgiens verwurzelt ist das Trio Kavkasia. Die
drei Sänger feiern auf ihrem Album The Fox and the Lion die traditionelle
Mehrstimmigkeit, welche die Gesangskultur des kleinen Landes im Kaukasus
über Jahrhunderte prägte. Es ist schon erstaunlich, welches Klangvolumen
das Trio Kavkasia mit nur drei Stimmen zustande bringt.
Trio Kavkasia the fox and the lion 1
Traditional Crossroads 2006 GEMA
www.traditionalcrossroads.com
La Cherga fake no more 5
Asphalt Tango 2008 LC 12494
www.asphalt-
tango.de
La Cherga nennt sich eine Band, die aus Musikerinnen und Musikern besteht,
die aus Ex-Jugoslawien stammen. Kosovaren, Kroaten, Bosnier, Mazedonier und
Serben wollen gemeinsam den post-jugoslawischen Pessimismus vergessen. Die
Musik auf ihrer Scheibe Fake No More mixt lustig Balkan-Blasmusik mit Rock,
Jazz und Dub.
Der Pianist Misha Alperin, der Hornist Arkady Shilkloper und der Sänger
Sergey Starostin sind das Moscow Art Trio. Seit fast 20 Jahren sind die
Drei im Grenzgebiet zwischen Volksmusik, Jazz und Klassik unterwegs. Mit
dem Norwegischen Kammerorchester hat das Moscow Art Trio nun das Album
Village Variations eingespielt. Mit Hilfe des Orchesters ist das Trio somit
in ganz neue klangliche Dimensionen aufgebrochen.
Moscow Art Trio & Norwegian Chamber Orchestra village variations 4
Jaro 2008 LC 08648
www.jaro.de
Edu Lobo cantiga de longe 8
Universal 2004 LC 00699
www.universalmusic.com.br
Der 1943 geborene Sänger und Komponist Edu Lobo gehört den wenigen Musikern
der erste Bossa Nova-Generation, die heute noch aktiv sind. Klar - wir sind
wieder bei Viva Bossa angelangt, um den 50. Jahrestag des Neuen Welle - der
Bossa Nova zu feiern. Wie viele Musiker der ersten Bossa-Generation ging
auch Lobo mit Beginn des Militärputsches ins US-amerikanische Exil. Die
Platte Cantiga de Longe, von der Ihr gerade ein Stück hörtet, entstand 1970
in Los Angeles, wurde jedoch ausschließlich von Brasilianern eingespielt.
Mit dem Militärputsch 1964 endete eigentlich auch die Bossa Nova und wurde
von Tropicalismo und im Anschluss der Musica Popular Brasileira, kurz MPB
abgelöst. Doch erstaunlicherweise verschwand die Bossa Nova nie komplett
und einige Musiker der erste Bossa Nova-Generation, wie eben Edu Lobo
stehen immer noch auf der Bühne. Lobo war und ist offen für Neues und
scheut sich nicht mit Newcomer, wie den portugisieschen Jazz-Pianisten und
-Gitarristen Afonso Pais, Platten zu produzieren. Afonso Pais - obschon
erst 29 Jahre alt- zählt zu den hoffnungsvollsten jungen Jazz-Musikern
seiner Heimat. Subsequencia heisst das neuste Werk von Pais und wie gesagt,
Edu Lobo bestreitet den Gesangspart.
Afonso Pais Trio feat. Edu Lobo subsequencias 6
Enja 2008 LC 03126
www.enjarecords.com
Suppangah Rahayu & Garasi Seni Benawa cokekan 2
Felmay 2008 GEMA
www.felmay.it
Aus dem fernen Indonesien, von Java, spülte uns Suppangah Rahayu eine warme
Brise in die Ohren. Rahayu ist sowohl Musikethnologe als auch selbst
Komponist. Mit dem für indonesische Verhältnisse kleinem Ensemble Garasi
Sen Benawa hat Rahayu die CD Cokekan eingespielt: zauberhafte Gamelanmusik,
tief in der Tradition verwurzelt ist.
Bayern ist immer für eine Überraschung gut. Dies nicht nur politisch,
sondern auch musikalisch. Aus München kommt das Duo Coconami, dass aus dem
japanischen Ukulele-Virtuosen Miyaji und der ebenfalls aus Japan stammenden
Sängerin Nami besteht. Auf ihr ganz besondere Art spielen Coconami unter
anderem bayrische Musik und werden dabei von Ferdl Schuster, dem Wirt einer
bayrisch-japanischen Gaststube, begleitet.
Coconami dito 13
Trikont 2008 LC 04270
www.trikont.de
Senor Coconut & his Orchestra around the world 5
PIAS 2008 LC 07800
www.piasrecordings.com
Ganz weit holt Senor Coconut aus. Around The World heißt sein neustes Werk
und diesmal leiert Coconut in gewohnt lateinamerikanischer Manier
internationale Popsongs von Prince über Trio bis Laid Back durch seinen
akustisch-elektronischen Fleischwolf. Dabei strapazierte Senor Coconut, der
eigentlich Uwe Schmid heißt und von Deutschland nach Chile ausgewandert
ist, die Lachmuskeln ohne Ende.
Wie, als ob er das graue deutsche Herbstwetter aufhellen will, meldet sich
der Südafrikaner Nibs van der Spuy mit einer neuen Scheibe zurück. Elf
sanft Pop-Perlen hat er mit Freunden und Kollegen eingespielt. A Bird in
the hand, treffender hätte der Plattentitel nicht sein können. Wunderschön
beispielsweise, wie zart Nibs van der Spuy Gitarre und Sitar kombiniert.
Nibs van der Spuy a bird in the hand 11
2Feet 2008 GEMA
www.2feetmusic.com
Der Goldene Orsino-Jingle
Heute geht der Goldene Orsino an das Bonsai Garden Orchestra aus
Österreich. In der Gruppe um den Musiker und Künstler Wolfgang Temmel
tummeln sich österreichische Geiger genauso wie hawaiianische Gitarristen,
auch ein slovenischer Chor ist mit von der Partie. Unter anderem mit
Ukulele, Kalimba, Steeldrum sowie echten Jodlern lässt das Bonsai Garden
Orchestra am Alpenrand die Hawaii-Sonne aufgehen und karibische Winde
blasen. Take One heisst ihr Erstlingswerk und bietet Weltmusik im besten
Wortsinne. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für das Bonsai Garden
Orchestra.
Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos
zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter
www.querfunk.de
Orsino verabschiedet sich auf esperanto Gxis und denkt daran: gute Musik
gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!
Bonsai Garden Orchestra take one 6
BGO 2008 GEMA
www.bgo.nu