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QUERFUNK 104,8 MHz
Freies Radio Karlsruhe |
Orsinos Lied 13.04.2008
Studio 0721 / 38 50 30 |
Orsino-Jingle
V.A. Mabibi Na Mabwana la paloma # 4 3
Trikont 2000 LC 04270
www.trikont.de
Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein
abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder
serviert bekommen.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk: Herzlich Willkommen
zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version von der
ostafrikanischen Insel Sansibar sagt Orsino.
Es warten Euch in der kommende Stunde unter anderem musikalische
Köstlichkeiten aus Myanmar, Argentinien und der Südsee. In Schau an - Musik
rocken Russkaja den Kasatschok und der Goldene Orsino geht an die schweiz-
balkanesische Band Romobil für ihre Debüt-CD Koteria.
Nach der La-Paloma-Version von Mabibi Na Mabwana geht's gleich weiter mit
einem afrikanischen Dreierpack und drei sehr unterschiedlichen Samplern.
Desert Blues, unter diesem Titel erschien vor 13 Jahren eine Doppel-CD, die
zu den allerbesten Afrika-Sampler überhaupt zählte. Auch Desert Blues
Nummer 2 stand dem in nichts nach und nun, endlich, gibt es Desert Blues
Nr. 3. Wie die Zeiten, so hat sich auch die Doppel-CD verändert. Doch
obwohl sich Desert Blues Nr. 3 jetzt auch aktuelleren Strömungen und Musik
von Afrikanern ausserhalb des Mutterkontinents öffnet, hat die
Zusammenstellung nichts von ihrer Magie verloren. Die Macher immer noch ein
geniales Händchen für die richtige Zusammenstellung feiner Musikperlen.
Neben vielen Stars wie Khaled, Habib Koité, Gigi, Ali Farka Touré und
lassen sich viele Unbekannte entdecken. Abdoulaye Alhassane Touré
beispielsweise stammt aus dem Niger. Sein Beitrag zu Desert Blues Nr. 3
wird auf dem Sampler das erste Mal überhaupt veröffentlicht.
I Am Somebody ist ein weiterer ausgewöhnlicher Sampler mit afrikanischer
Musik. Entstanden ist die Idee zu der Zusammenstellung auf dem 5.
Panafrikanischen Filmfestival in Cannes. Die Macher von I Am Somebody
leisten sich - zum Glück - einen komplett andere Blick auf afrikanische
Musik. I Am Somebody drückt die afrikanische Identität aus und feiert
Menschenrechtsaktivisten wie Steven Biko, Patrice Lumumba oder Nelson
Mandela. I Am Somebody präsentiert viele hier in Europa unbekannte
Musikerinnen und Musiker, unter anderem Samputu aus Ruanda.
Das Album The Diaspora for Africa versammelt Afrikaner im Exil. Dies
ermöglicht einen ganz anderen Blick auf afrikanische Musik. Aus der Ferne
sehen sich manche Sachen klarer. Doch dokumentiert Diaspora for Africa
auch, wie afrikanische Klangwelten mit den Musiken der Exilländer
verschmelzen. Eines der schönsten Stücke ist das schlichte God Bless Africa
des in Schweden lebenden Kongolesen Zifa.
Öffnet nun also Eure Ohren und Herzen für Abdoulaye Alhassane Touré,
Samputu und Zifa.
V.A. Abdoulaye Alhassane Touré desert blues 3 I/12
Network 2008 LC 06759
www.networkmedien.de
V.A. Samputu & Ingeli i am somebody vol. 1 2
Afrikool 2007 LC 11549
www.afrikool.com
V.A. Zifa the diaspora for africa vol. 1 1
KoolWave 2006 LC 18512
www.diaspora-
for-africa.net
Aus dem südafrikanischen Mosambik stammt der Sänger und Gitarrist Neco
Novellas. Sein aktuelle, seine zweite, Platte heisSt New Dawn Ku Khata.
"Dieses Album iSt meine Antwort auf die Globalisierung, nicht in einem
politischen sondern im musikalischen Sinne" so Neco Novellas. Mit seiner
tiefen, seidigen Stimme singt er Lieder, deren Spektrum von A-Cappella-
Stücken im traditionellen Gospelstil der südafrikanischen Townships über
swingenden Afrojazzstücke bis zu zarten Afropop-Balladen reicht. Neco
Novellas!
Neco Novellas new dawn ku khata 7
World Connection 2008 LC 10326
http://www.worldconnection.nl/neconovellas
Bantu, Docta, Sista Fa & More many lessons 4
Piranha 2008 LC 07717
www.piranha.de
Sista Fa stammt aus dem westafrikanischen Senegal und lebt heute in Berlin.
Die junge Rapperin gehört zu einer neuen, selbstbewussten Generation junger
afrikanischer Musikerinnen und Musiker, die HipHop zu ihrer Sprache gemacht
haben. Das Album Many Lessons - HipHop.Islam.Westafrika entstand mit
Unterstützung der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung und
vereint 14 islamische Rap-Künstler, die ihre Wurzeln in Westafrika haben.
Unter anderem mit dabei: Docta, MidNight Shems und Bantu feat. Ayuba. Auf
dieser HipHop-Platte geht es mit Sicherheit um mehr als Gangsta-Posen und
Goldkettchen.
Sozusagen eine Berliner Nachbarin von Sista Fa ist die Bassistin Maike
Scheel. Sie hat sich ganz der kubanischen Musik verschrieben. Mit deutschen
und kubanischen Musikerinnen und Musikern gründete sie Mi Solar. Amistad
heißt das Debütalbum dieser feurigen Band und Mi Solar zelebriert darauf
kubanischen Klassiker und Eigenkompositionen.
Mi Solar amistad 5
Skycap 2008 GEMA
www.skycap.de
The Ipanemas call of the gods 2
Far Out 2008 LC 13735
www.faroutrecordings.com
Sie könnten sich Buena Vista Bossa Club nennen, die Ipanemas aus Rio de
Janeiro. Percussionist Wilson Das Neves und Gitarrist Neco sind zusammen
mehr als 140 Jahre als und beide schon mehr als 50 Jahre als Musiker in
Brasilien unterwegs. Für Call of the Gods haben sich die Senioren eine
Menge jüngere Musiker ins Studio geholt. So auch den Posaunisten Vitor
Santos, der mit seinem luftigen Spiel der Platte einen ganz besonderen Reiz
gibt.
Von Brasilien nach Urugay, vom Bossa zum Tango. Eine der Vorreiterinnen der
Electrotango-Welle ist die Gruppe Bajofondo, die nun mit Mardulce einen
weiteren Geniestreich präsentiert. Zwar ist Mardulce ein bisschen popiger
geraten als die Vorgängerscheiben. Doch wenn Bajofondo ihren Electrotango
mit der Stimme von Elvis Costello veredeln, dann wird echter
Herzschmerzschmelz draus.
Bajofondo mardulce 7
Surco 2007 GEMA
www.bajofondomarculce.com
Aung Win Group birmanie-burma 2
Providance 2007 LC 08191
www.airmail-
music.com
So klingt traditionelle Musik aus Myanmar, dem ehemaligen Burma,
vorgetragen vom Ensemble um Aung Win. Aufgenommen wurde die CD, die
schlicht Burma heißt, noch vor den gewaltsamen Unruhen in der Hauptstadt
Rangoon. Zur Zeit kommen ja aus dem asiatischem Land, wenn überhaupt,
leider eher negative Nachrichten.
Sogut wie keine Nachrichten sind von den Solomon-Inseln zu hören. Sie
liegen ziemlich genau auf der anderen Seite der Erde in der Südsee nord-
östlich von Australien. Die Gruppe Narasitaro Pan Pipers sind 16 meist
junge Männer, die sich dem traditionellen Panflötenspiel der Solomon-Inseln
verschreiben haben. Solomon Islands - Cry of the Ancestors haben Narasitaro
ihre CD genannt.
Narasirato Pan Pipers solomon islands - cry ot the ancestors 2
ARC 2008 LC 05111
www.arcmusic.co.uk
Die Resonanz edelbrand 10
Nomansland 2008 LC 08538
www.dieresonanz.at
www.nomansland-
records.de
Zumindest zu drei Vierteln stammen die Mitglieder der Gruppe Die Resonanz
aus Österreich. Akkordeon-Experimentierer Johannes Steiern stehen der
Klarinetten- und Saxophon-Spieler Norbert Asen sowie Schlagwerker Robert
Kreiner bei. Dazu gesellt sich die US-amerikansische Sängerin und
Multiinstrumentalistin Amy Denio. Im weltumspannenden Ethno-Jazz von Die
Resonanz findet sich steirische Volksmusik und Klezmer, Jazz und arabische
Klänge, Balkan- und Zigeunermusik. Ihr neustes, überzeugendes Werk heißt
Edelbrand.
Das schottische Musik auch mal ein bisschen anders klingen kann, als die
althergebrachten Klischees vorgaukeln, beweist seit Jahren die Band Peatbog
Faeries. Die Gruppe mischt seit Jahren erfolgreich schottische Folklore mit
Elektronik und würzt das Ganze mit einem starken Schuß Blues, Rock, HipHop,
afrikanischen Rhythmen und Jazz. What Men Deserve To Lose ist mittlerweile
die fünfte Platte von Peatbog Faeries.
Peatbog Faeries what men deserve to lose 2
Peatbog 2007 LC 12436
www.peatbogfaeries.com
www.rattaymusic.de
Russkaja DVD kasatchok superstar 2
Chat Chapeau LC 09515
www.russkaja.com
www.chatchapeau.com
Da steppt der russische Bär, das rockt den Kosaken in jedem Westeuropäer:
Russkaja lassen die Massen erbeben. Russkaja sind eine Band aus ...
Österreich. Die Mitglieder sind jedoch multikulturell aus Ost- und
Westeuropäern mit unterschiedlichsten Wurzeln zusammengewürfelt. Ihrer CD
Kasatchok Superstar ist eine DVD beigelegt, die zeigt, dass Russkaja mit
ihrer Mischung aus osteuropäischer Musik und Ska das Zeug haben, tausende
Konzertbesucher zum Tanzen zu bringen.
Jingle Goldener Orsino
Sie stammen vom Balkan und aus dem appenzeller Land. Sie sind Schweizer und
Roma, hervorragende Musiker und nennen sich Romobil. Die sieben Herren von
Romobil mischen auf ihrer CD Koeria in nie gehörter Art Appenzeller
Volksmusik mit der Musik der Roma vom Balkan, die ja als solches auch schon
eine bunte Mischung europäischer, arabischer und indischer Wurzeln ist.
Wenn bei Romobil die Roma-Hymnen Djelem und Elderlezi auf den Avantgarde-
Folk eines Töbi Tobler trifft, dann entsteht Weltmusik im wahrsten Sinne
des Wortes. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für Romobil.
Ich muß mich dabmit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu
den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter
www.querfunk.de
Orsino verabschiedet sich auf walisisch: hwyl und denkt daran: gute Musik
gibt es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!
Romobil koteria 11
Romobil 2007 GEMA
www.romobil.ch