Von der Poplinken zum diversity management

Spex und NME am Ende, John Peel (BBC) tot, Klaus Walter (HR3) ausgebootet, und die Hamburger Schule ist auch nicht mehr das, was sie mal war ... Die neunziger Jahre sind eben schon lange vorbei.

Was war einmal die "Poplinke"? Auskunft gibt Roger Behrens in einem Vortrag, der die Akademisierung der Kritik ebenso thematisiert die die Kulturalisierung der Linken überhaupt.
John Lütten sekundiert: Nicht alles, was »subversiv« und »kritisch« daherkommt, ist es auch. So auch der aktuelle Mainstream linker Pop- und Subkultur-Bands: Diverse sogenannte »Zeckenrapper«, Punkrock- und Electro-Bands geben sich nonkonform und rebellisch, sind aber eigentlich völlig angepaßt und kreuzbrav. Ihre Forderung nach Pluralität ist linksliberaler Common Sense, ihr Antifaschismus staatstragend, ihr Hedonismus bürgerlicher Eskapismus. Das macht es Rechten umso leichter, sich als Opposition zu inszenieren ... findet Lütten in seinem Vortrag "Rebellion als Massenbetrug".

 

Sendetermin
Sonntag, 17. November 2019 - 20:00 bis 22:00
Wiederholung
Freitag, 6. Dezember 2019 - 14:00 bis 16:00
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