agoRadio

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agoRadio ist ein Experiment, unter veränderten medientechnologischen Bedingungen unerhörtes Radio zu produzieren.

Was war das alte Medienverständnis? Um ein Zentrum gruppiert,  wurden die "Empfänger" zur Peripherie und auf diese Weise zur "Masse" der „Massenmedien“. Mit der Digitalisierung, Miniaturisierung und Vernetzung medialer Technologien verändert sich die Situation. Empfänger werden in Netzstrukturen potenziell zu Sendern. Computer,  jedes handelsübliche Handy ist in sich auch Kamera, Rekorder, Tonstudio und Sendeplattform. Damit entsteht eine unübersichtliche, potenziell anarchische Struktur medialer Vielheiten und Öffentlichkeiten.

Die gegenwärtige politische Entwicklung sozialer Verelendung und zunehmender Militarisierung verlangt nach der Herstellung anderer Öffentlichkeiten. Dazu soll agoRadio Gelegenheit bieten.

Kontakt: redaktion@agoradio.de

Webseite: www.agoradio.de

 

Redakteur(e): 

Die Eklats des Genießens

Sendung: 

"Denn nicht ist zunächst der eine, der sich sodann in eine Beziehung zu anderen begibt. Von Anfang an, sollte dies denn noch gesagt werden können, erscheinen sie einander gemeinsam, weil zugleich unendlich voneinander getrennt ...

Sendungstermin
Sonntag, 25. April 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 14. Mai 2021 - 14:00 bis 16:00

Prostitution, Arbeit, Emanzipation

Sendung: 

Es wird wieder heiß diskutiert: Über Freier, Freiwilligkeit und Feminismus. Welche Annahmen und Politiken verbergen sich im Diskurs um käuflichen Sex?

 

Sendungstermin
Sonntag, 28. März 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 9. April 2021 - 14:00 bis 16:00

Spekulation und Spektakel

Sendung: 

Das lateinische speculum bezeichnet den Spiegel und das Spiegelbild. In Spiegelsystemen finden Spekulation und Spektakel zueinander. Während das Spektakel einem hypnotischen Exzeß von Effekten gleichkommt, die ohne "realen" Kern sind oder jedes Moment eines "Realen" verbrennen, erzeugt die Spekulation vermeintliche Werte, denen im "Realen" nichts entspricht. Guy Debords einflußreiches Buch über die Gesellschaft des Spektakels kündigte in den sechziger Jahren auch kulturtheoretisch an, was sich in den siebziger Jahren dann freisetzte und einen neuen Zyklus der Kapitalverwertung einleitete: die weltweite Entfesselung gewaltiger spekulativer Kapitalien, die in globalem Maßstab marginalisierten, was "Realökonomie" genannt wurde.

Sendungstermin
Sonntag, 28. Februar 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 12. März 2021 - 14:00 bis 16:00

Todesproduktion – Von Zombies und anderen Subjekten

Sendung: 

In seinem letzten großen Zombie-Film Land of the Dead entwirft G.A. Romero das Szenario einer Stadt, in der sich die Reichen in den Luxus eines Towers zurückgezogen haben, in dem sie alle einschlägigen Annehmlichkeiten genießen. Die Masse der Überlebenden vegetiert unter ihnen in Elend dahin, gerade gut genug, den Privilegierten die Privilegien zu sichern.

 

Sendungstermin
Sonntag, 24. Januar 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 12. Februar 2021 - 14:00 bis 16:00

Zeit der Revolutionen

Sendung: 

Zur Aktualität eines Anachronismus

Die Zeit der "Revolutionen" scheint seit langem vorüber, ihre Vorstellungswelt als Illusion erwiesen zu sein. Oder wer könnte noch dem Glauben nachhängen, ein fundamentaler Umsturz werde die gesellschaftlichen Verhältnisse grundsätzlich neu strukturieren, ihre Geschichte auf neue und vor allem "menschliche" Grundlagen stellen können?

 

Sendungstermin
Sonntag, 22. November 2020 - 20:00 bis 22:00
Dienstag, 15. Dezember 2020 - 14:00 bis 16:00

Jean-Luc Nancy: "Sexistenz"

Sendung: 

"Begnügen wir uns heute damit zu sagen, daß der Sex das Existierende auf einen Abgrund und eine Gewalt hin öffnet. Beide schöpfen sicherlich nicht alle abwegigen und exponierten Merkmale der Existenz aus. Aber zumindest weisen sie diese Eigenschaft auf, uns, gemeinsam mit dem Abgrund und der Gewalt, an den Rand eines 'Machens' zu bringen, das von seinem Wesen her das doppelte Jenseits des Animalischen und des Göttlichen zugleich berührt – zwei Begriffe, die auf nichts anderes hindeuten als auf die Existenz als ihre eigene Dehiszenz, eine Sexistenz." (Jean-Luc Nancy)

Sendungstermin
Sonntag, 25. Oktober 2020 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 13. November 2020 - 14:00 bis 16:00

Musik und Macht

Sendung: 

Musik und Macht bilden eine Allianz, die erst noch zu entziffern ist. Während zeitgenössische Machtbegriffe in vielen ästhetischen Feldern diskutiert werden, ist die Musik von einer machttheoretischen Reflexion bislang weitgehend unberührt geblieben. Wie alle ästhetischen Dispositive geht aber auch Musik aus einer machtförmigen Disziplinierung hervor, die sich nur nachträglich entziffern läßt – und durch diese Entzifferungsarbeit permanent selbst erneuert.

Sendungstermin
Sonntag, 27. September 2020 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 9. Oktober 2020 - 14:00 bis 16:00

"Dead letters" – oder: Bartlebys Formel

Sendung: 

Bartleby, der Schreiber, diese rätselhafte Figur aus einer Erzählung Herman Melvilles, wird wieder lebhaft diskutiert, wo es um Figuren eines Widerstands geht. Sie beschäftigt literaturtheoretische Publikationen und Seminare ebenso wie politische Texte – so Hans-Christian Danys "Morgen werde ich Idiot – Kybernetik und Kontrollgesellschaft", sie wurde Gilles Deleuze ebenso Gegenstand wie Giorgio Agamben, und neuerdings trägt in Berlin sogar ein Haus den Namen Bartlebys.

Sendungstermin
Sonntag, 26. Juli 2020 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 14. August 2020 - 14:00 bis 16:00

Körperzustände – Politik der Affekte

Sendung: 

Was bindet Menschen hartnäckig an Mächte, von denen sie unterworfen werden, was läßt sie deren Parteigänger sein? Doch ebenso: Was läßt solche Bindungen reißen, was setzt mitunter unvermittelt Aufruhr und Revolte frei, künstlerisch wie politisch? Welche Affektionen, welche Affekte spielen hier eine Rolle, indem sie sich nicht auf eine Verfassung des „Bewußtseins“ zurückführen lassen?

Sendungstermin
Sonntag, 28. Juni 2020 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 10. Juli 2020 - 14:00 bis 16:00
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