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Orsinos Lied 13.06.2010

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V.A. Laurel Aitken la Paloma # 6 1
Trikont 2008
www.trikont.de
Orsino-Jingle
Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk: Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus Jamaika sagt Orsino.
Es warten Euch in der kommende Stunde unter anderem musikalische Köstlichkeiten aus Mali, Japan und Brasilien. Der Goldene Orsino geht an Rodrigo Leao für seine Produktion A Mae.
Nach dem leider schon verstorbenen Laurel Aitken und seiner Ska-Version von La Paloma geht's weiter mit einem musikalischen Dreierpack von und mit Jamie Saft. Der Multiinstrumentalist gehört zum inneren Kern der Radical Jewish Culture -Bewegung New Yorks und ist ein Meister der Grenzüberschreitung. Sein musikalisches Spektrum ist extrem breit gefächert. Auf seiner CD Trouble beispielsweise setzt sich Saft mit den Kompositionen Bob Dylans auseinander. Der 39-jährige verwandelt die Kompositionen der US-amerikanischen Folklegende in Jazzstandards.
Jamie Saft ist auch ein begehrter Filmmusik-Komponist, unter anderem für die preisgekrönten Dokfilme Murderball und Dear Talula. Songs aus diesen und zwei weiteren Filmen finden sich auf dem Album A Bag of Shells.
Unterstützung erfährt Saft dabei unter anderem vom Koraspieler Yacouba Sissoka, Oudvirtuosen Shanir Ezra Blumenkranz und Perkussionisten Cyro Baptista.
Auch als Gastmusiker im Studio und auf der Bühne ist Jamie Saft gern gesehen. So spielte der unter anderem mit Laurie Anderson, Anthony and the Johnsons und natürlich John Zorn und dessen Masada- und Tzadik-Projekte. So ist Jamie Saft festes Mitglied der Dreamers, die in ihrer unverwechselbaren Art das Album Isop, das 14. Album von John Zorns Book of Angels eingespielt haben.
Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Jamie Safts Bob-Dylan- Interpretation, seine Filmmusik und als Teil der Band The Dreamers.
Jamie Saft trouble 3
Tzadik 2006
www.tzadik.com
Jamie Saft a bag of shells 10
Tzadik 2010
www.tzadik.com
The Dreamers Isop 1
Tzadik 2010
www.tzadik.com
Aus Portugal stammt die Band Oquestrada und spielen - nein - keinen Fado.
Oquestrada sind eine ziemlich schräge Truppe um die charismatische Sängerin Marinda. Sie offerieren eine lustvolle Mischung aus Volksmusik, Rock, Chanson und Weltmusik. Obwohl es die Band schon 7 Jahre gibt, haben sie nun endlich muß man sagen, mit Tasca Beat ihr Debüt veröffentlicht. Oquestrada haben damit mein Hörerherz im Sturm erobert.
Oquestrada tasca beat 3
Jaro 2010
www.jaro.de
The Ipanemas que beleza 1
Far Out 2010
www.faroutrecordings.com
The Ipanemas sind ein Phänomen. Im Jahr 1963 spielte die brasilianische Band um Wilson Das Neves ihr Debüt ein und wurden stilbildend für den Bossa Nova. Doch dann war Neves und seine Band fast 40 Jahre verschwunden. Nun ist er jedoch zurück und demonstriert, dass ein Alter von 75 Jahren kein Hindernis sein muss, hinreisende und gleichzeitig ganz zarte Samba zu zaubern. Que Beleza heißt das aktuelle Album von The Ipanemas.
Am anderen Ende der Zeitskala steht Enidan. Die junge Sängerin stammt vom Rande der Schwäbischen Alb und hat sich der Singer und Songwriter-Tradition verschrieben. Ihr Debütalbum, das schlicht ihren Namen trägt, bietet 10 Eigenkompositionen, mal in Deutsch, mal in Englisch. Wer Enidan life erleben will: nächsten Sonntag wird sie im Cassiopeia in Stuttgart auftreten. Kleiner Geheimtipp!
Enidan enidan 10
Tsl ?
www.tonstudiolorenz.de
Khaled liberté 9
AZ 2009
www.khaled- lesite.com
Khaled mit der Titelmelodie seines neusten Werkes Liberté. Der algerische Sänger ist einer der wichtigsten Vertreter der nordafrikanischen Rai-Musik.
Das Album Liberté zeigt, dass er es nicht mehr nötig hat, auf billige Popeffekte zu setzten. Mit 50 Jahren ist Khaled ruhiger und reflektierter geworden.
Aus dem Iran stammt Omid Bahadori und ist ein Teil des Duos Rangin. Teil Zwei ist Michael Meyer und seit einem dutzend Jahren sind sie im musikalischen Grenzgebiet zwischen orientalischer Musik, Jazz, Latin, Flamenco und Funk unterwegs. Für ihre vierte Platte Panorama haben Rangin noch den Bassisten Christian Flor ins Boot geholt.
Rangin panorama 4
Brokensilence 2010
www.rangin.de
Yuka Honda heart chamber phantoms 6
Tzadik 2010
www.tzadik.com
Wenn der Titel eines Liedes Water on Mars und die dazugehörige CD Heart Chamber Phantoms heißt, dann ist klar, da muß jemand dahinter stecken, der eine große Portion Phantasie hat. Und dies kann Yuka Honda durchaus bescheinigt werden. Die japanischen Multiinstrumentalisten war einst Teil der japanischen Band Cito Matto, geht aber längst eigene Wege. Neben ihren Soloprojekten spielte Yuka Honda unter anderem mit Los Lobos, Caetano Veloso und Yoko Ono.
Aus dem südamerikanischen Peru stammen Novalima. Im Kern sind Novalima vier Musiker und Produzenten, die mit ihrem wilden Mix aus Clubbeats und afro- peruanischen Klängen einen ganz urigen Sound kreiert haben. Mit dem Album Coba Coba haben Novalima nicht nur in Südamerika die Tanzflächen im Sturm erobert.
Novalima coba coba 1
Cumbancha 2009
www.novalima.net
Bassekou Kouyate & Ngoni Ba i speak fula 1
Outhere 2009
www.outhere.de
Aus Mali kommen Bassekou Kouyate und die Mitglieder seiner Band Ngoni Ba.
Für sein zweites Album hat sich Kouyate namhafte Hilfe ins Studio gehört.
So sind auf I speak fula unter anderem Toumani Diabate und Vieux Farka Toure, der Sohn von Ali Farka Toure, zu hören. Wieder gibt es eine ganz große Portion Bambara-Musik, hier auch als Wüstenblues bekannt. Doch Kouyate scheut sich nicht, seine Musik anderen Stilrichtungen zu öffnen.
Der Goldene Orsino - Jingle
Der Goldene Orsino geht im Juni 2010 an Rodrigo Leao und sein Cinema Ensemble für ihre Produktion A Mae. Rodrigo Leao zählt zu den erfolgreichsten Musikern Portugals. Er war in den 1980ern Mitbegründer von Sétima Legião und Madredeus. Sein Sound ist somit untrennbar mit der zeitgenössischen Popmusik Portugals verbunden. Vor allem auf der iberischen Halbinsel gehen die Verkaufszahlen seine Platten in die Millionen. Auch A Mae stand in seiner Heimat acht Wochen auf der Spitze der Charts. Mit seinem Cinema Ensemble stellt Leao eine Art musikalisches Reisetagebuch vor. Die Songs sind an vielen verschiedenen Orten überall in der Welt entstanden und verbinden auf faszinierende Weise Folk, Ambient, Tango, Klassik und ganz weit ausschweifende Filmmusik. Wenn gesungen wird, dann nicht nur in portugiesisch, sondern auch in spanisch, englisch und sogar russisch. Im Grunde kann diese Musik nur in einem Wort zusammengefasst werden, nämlich Weltmusik. Und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Rodrigo Leao und sein Cinema Ensemble für ihre Produktion A Mae.
Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de
Orsino verabschiedet sich auf Zulu - hamba kahle - denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!
Rodrigo Leao & Cinema Ensemble a mae 16
Sony 2010
www.rodrigoleao.pt