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Orsinos Lied 10.1.2010

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V.A. La Joya de Guatemala la paloma #6 18
Trikont 2008 LC 04270
www.trikont.de
Orsino-Jingle
Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen im neuen Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends sagt Orsino.
Es warten Euch in der kommende Stunde unter anderem musikalische Köstlichkeiten aus Bulgarien, Indien und dem Senegal.
Schau an - Musik präsentiert die Live-DVD der Fanfare Ciocarlia aus Rumänien und Der Goldene Orsino geht an The Embassadors für ihre Produktion Coptic Dub.
Ob die Band La Joya, die uns mit ihren Marimbas die erste La Paloma-Version dieses Jahres schenkte, wirklich aus Guatemala stammt, ist nicht sicher.
Sicher ist jedoch, dass die Schellackaufnahme aus der Mitte der 1920er Jahre stammt und nichts von ihrem Charme verloren hat.
Von den Journalisten der World Music Charts Europe wurde Seya von Oumou Sangare zur Platte des Jahres 2009 gekürt. Somit hat es die Sängerin aus Mali mal wieder geschafft, ihre Bedeutung für die Musik Westafrikas zu unterstreichen. Oumou Sangare ist zwar tief in der musikalischen Tradition Süd-Malis verwurzelt, doch gleichzeitig reichert sie den Wassoulou-Sound ganz sanft mit Einflüssen aus aller Welt an. Sangare - in Mali auch eine erfolgreiche Geschäftsfrau und UN-Botschafterin der Welthungerhilfe - weiss, wie sie mit ihrer Musik die Zuhörer verzaubern kann.
Oumou Sangare seya 8
World Circuit 2009 LC 02339
www.worldcircuit.co.uk
Hans Kennel mytha new edition 6
TCB 2009 LC 05370
www.tcb.ch
Hans Kennel ist ein Glücksfall für die Alphornmusik. Dem Schweizer Musiker gelingt es seit Jahren mühelos, mit den Naturtönen des Alphorn seine von Jazz, Klassik, Experimenteller Musik und Volkslieder geprägten Klangvorstellungen umzusetzen: Alpine Weltmusik. Sein Quartett Mytha hat er für Mytha New Edition um die schweizer Stimmakrobatin Betty Legler erweitert.
Er ist einer der besten Sitar-Spieler der Gegenwart: Kartik Seshadri. Schon mit 6 Jahren gab er als Solist seine ersten Konzerte in Indien. Später war er Schüler von Ravi Shankar und ist mittlerweile selbst ein begehrter Guru.
Wie es der Titel schon verrät ist Live in Oberlin ein Konzert-Album, bei dem Kartik Seshadri seinen souvären Umgang mit der jahrtausende alten Tradition der hindustanischen Raga-Musik demonstriert.
Kartik Seshadri live at oberlin 3
Traditional Crossroads 2006 GEMA
WEB
Kottarashky opa hey! 11
Asphalt Tango 2009 LC 12494
www.asphalt- tango.de
Ein digitales Ethnopuzzle Made in Bulgaria offeriert Kottarashky auf seinem Debüt-Album Opa Hey!. An seinem Rechner in Sofia konstruiert der Architekt Kottarshky aus alte Feldaufnahmen vom Balkan, klassischen Jazz und Blues, psychedelischen Sounds, Club-Beats und ergreifenden Romaweisen ein ganz eigenwilliges Musikgebilde.
Als sie 1970 in Senegals Hauptstadt Dakar gegründet wurden, ahnt wohl niemand, daß das Orchestra Baobab auch 40 Jahre später immer noch unterwegs sind. Ihre spezifische Mischung aus kongolesischer Rumba, afro-kubanischen Rhythmen, portugisch-creolischen Melodien und westafrikschem Lokalkolorit ist auf rund zwei Dutzend Alben verewigt. Die Doppel-CD La Belle Epoque biete einen der seltenen Konzertmitschnitte des Orchestra Baobab aus dem Jahr 1971.
Orchestra Baobab la belle epoque I/11
Syllart 2009 GEMA
John Zorn o'o 8
Tzadik 2009 LC 01221
www.tzadik.com
O´o war der Name eines Vogels, der auf Hawaii lebte, aber heute ausgestorben ist. Ihm hat John Zorn ein Album gewidmet, das nahtlos an die zarten CDs des ansonsten wilden New Yorker Saxophonisten anknüpft.
Gemeinsam mit seinen besten Musikerfreunden - u.a. Marc Ribot an der Gitarre, Jamie Saft am der Orgel und Kenny Wollesen am Vibrafon - entführt uns O`o in einen imaginären Urwald aus Surf, Minimalismus, Pop und World Music.
In die von wilden Winden durchfurchten Ebenen des Balkans entführt uns hingegen die Fanfare Ciocarlia. Endlich hat es die wahrscheinlich schnellste Blaskapelle der Welt geschafft, eine DVD zu veröffentlichen.
Fanfare Cicocarlia Live bietet neben einem Konzertmitschnitt aus dem Jahre 2004 als CD und DVD noch als extra Schmankl den wunderbaren Dok-Film Iag Bari - Brass on Fire. Übrigens: wer die Fanfare Ciocarlia wirklich live erleben will, fährt am 18.März an den Rand des Südschwarzwalds nach Waldshut-Tiengen. Wer schon eher eine kräftige Dosis Balkan-Brass braucht, geht einfach am 23. Januar ins Karlsruher Tollhaus zur Mahala Rai Banda.
Jetzt aber erstmal die Fanfare Ciocarlia mit einem heißen Titel:
Summertime.
Fanfare Ciocarlia DVD live 10
Asphalt Tango 2009 LC 12494
www.asphalt- tango.de
King Selewa & his Calypsonians back to mi home 15
ARC 2009 LC 05111
www.arcmusic.co.uk
Diese nicht minder eindrückliche Summertime-Version in bester Dubmanie stammt von King Selewa & his Calypsonians. Back to mi home heißt das neue Album von King Selewa und bietet vor allem Eigenkompositionen, die zwischen Calypso, Reggae und Afrobeat angesiedelt sind.
Auf einen Streifzug von der orientalischen Sufi-Musik vergangener Jahrhunderte bis zum zeitgenössischen Jazz-Rock hat die die Gruppe Nefes in Motion begeben. Die Bandmitglieder stammen aus der Türkei, Polen und Deutschland und haben nun mit Sabah ihre bezauberndes Debüt veröffentlicht.
Nefes in Motion sabah 2
Makro 2008 LC 18959
www.makro- musikverlag.de
Lisandro Adrover meets the metropole orchestra 3
Saphrane 2009 GEMA
www.saphrane.com
Lisandro Adrover. Der Argentinier ist auch mit 65 Jahren noch einer der wichtigsten Bandoneon-Spieler des klassischen Tangos und sprüht vor Kreativität. Mit dem holländischen Metropole Orchestra hat sich Adrover einen alten Traum erfüllt und die Glanzzeiten der großen Tangoorchester der 1950er Jahre wieder aufscheinen lassen. Nicht nur für Tangoliebhaber ein großer Ohrenschmaus.
Sie zählen mit Sicherheit zu den besten Power-Folk-Bands Italiens:
Gattamolesta. Die wilde Truppe mischt auch auf ihrem vierten Album Czeleste ungeniert und kraftvoll italienische Banda-Tradition mit Klezmer, Balkangroove mit Punkattitüden, Gypsyswing mit Canzoni Italiane.
Gattamolesta!
Gattamolesta czeleste 2
Felmay 2009 GEMA
www.felmay.it
Roberto Rodriguez timba talmut 3
Tzadik 2009 LC 01221
www.tzadik.com
Roberto Rodriguez ist einer der wenigen Musiker, die der jüdischen Tradition auf Kuba nachzuspüren. Timba Talmut ist seine mittlerweile dritte CD. Roberto Rodriguez macht mit seinem Sexteto die Verwebungen hörbar, die Klezmer und Guarachas eingegangen sind. Rodriguez eröffnet damit ganz neue Klangerfahrungen.
Dies tut auch Livio Minafra. Der 25 Jahre junge Pianist aus Italien ist im Jazz genauso beheimatet wie der in Klassik und der Weltmusik. Letzter fröhnt er vor allem als Mitglied der Municipale Balcanica. Livio Minafras Solo-CD La Fiamma e il Cristallo zeigt ihn von seiner mitreissenden intellektuellen Seite.
Livio Minafra la fiamma e il cristallo 3
Enja 2008 LC 03126
www.enjarecords.com
Malik Adouane les plus gros morceaux funk & soul à la sauce orientale 6
EMI Arabia 2006 LC 02604
malik.adouane.free.fr
Ja, stimmt, dies war sie die Titelmelodie, die Isaac Hayes für den Kultfilm Shaft 1971 einspielte. Hier jedoch in der orientalische Version von Malik Adouane. Mit algerisch-keltischen Eltern war ihm sozusagen der Kulturcrash schon in die Wiege gelegt. Die Lust am Verschmelzen verschiedenster Stile lebt Malik Adouane auch auf seinem Remix-Album Les plus gros morceaux funk & soul à la sauce orientale aus.
Der Goldene Orsino Jingle
Der erste Goldene Orsino des Jahres 2010 geht an The Embassadors für ihre Produktion Coptic Dub. The Embassadors ist ein Projekt des neuseeländischen Saxophonisten Hayden Chisholm und des Elektronikers und Tastenvirtuosen Burnt Friedman. Auf Coptic Dub vereinen die zwei mit Unterstützung weiterer Musiker Popmusik aus Ethiopien mit Dub, Jazz und elektronischen Sound. Die daraus gebraute Mixtur ist schlichtweg grandios und Coptic Dub zählt für mich zu den besten Platten des vergangenen Jahres. Weltmusik bester Art und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für The Embassadors.
Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de Orsino verabschiedet sich auf laotisch: sok di und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!
The Embassadors coptic dub 1
Nonplace 2009 LC 10909
www.nonplace.de