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Orsinos Lied 13.12.2009

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V.A. Carla Bley la paloma#1 6
Trikont 1995 LC 04270
www.trikont.de
Orsino-Jingle
Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spiel weiter, spiel, bis im Exzess, die übersatte Lust erkrankt und stirbt! Die Weise noch einmal! Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk! Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus der großen weiten Welt des Jazz' , sagt Orsino.
Im Dezember spricht alle Welt - so scheint's hier zumindest - hauptsächlich von Männern: vom Nikolaus, dem Weihnachts-Mann, dem Jesus-Kind oder Silvester.
Deshalb wird jedes Jahr in der Dezemberausgabe von Orsinos Lied über Frauen geredet, werden Sängerinnen und Musikerinnen aus aller Welt vorgestellt.
Los ging's mit einer La Paloma-Version von Carla Bley, eine der spannendsten US-amerikanischen Jazz-Musikerinnen, die den weltumspannenden Hit nicht nur einmal aufgenommen hat.
Bleiben wir noch ein bisschen bei der überaus fruchtbaren Liaision von Jazz und Weltmusik und kommen zu Daphna Sadeh aus Israel, Tutu Puoane aus Südafrika und Randi Tytingvag aus Norwegen.
Daphna Sadeh hat sich einem für Frauen eher seltenen Instrument verschrieben: dem Kontrabass. Die Israelin hat nicht nur Jazz studiert, sondern sich auch mit arabischer und natürlich jüdischer Musik auseinandergesetzt. Reconciliation ist die zweite Produktion, die Daphna Sadeh mit ihrer Gruppe The Voyagers realisiert hat und auf der sie all die verschiedenen Stile ineinander fließen lässt.
Die 30-jährige Sängerin Tutu Puoane stammt aus Johannesburg und führt die lange Jazz-Tradition Südafrikas fort. Mittlerweile wohnt sie in Belgien und stand schon mit u.a. Mark Murphy, Georgie Fame und Roy Hargrove auf der Bühne. Quiet Now ist Tutu Puoanes zweites Solo-Album.
"Red" heißt das dritte Album von Randi Tytingvag und die Kritiker scheinen vor Begeisterung auch ganz rot zu sehen. Die norwegische Sängerin scheint mit ihrer ganz speziellen Legierung aus Jazz, Folk, Chanson, Pop, Tango und Klassik genau den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Und nun könnte Randi Tytingvag eine große internationale Karriere bevorstehen.
Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Daphna Sadeh, Tutu Puoane und Randi Tytingvag.
Daphna Sadeh & The Voyagers reconciliation 5
Tzadik 2009 LC 01221
www.tzadik.com
Tutu Puoane quiet now 6
Saphrane 2009 GEMA
www.tutupuoane.info
www.saphrane.com
Randi Tytingvag red 6
Ozella 2009 LC 10268
www.ozellamusic.com
Nächstes Jahr feiert sie ihren 80-jährigen Geburtstag: Omara Portuondo. Sie zählt zu den weltweit bekanntesten Sängerinnen aus Kuba und war das einzige weibliche Mitglied des legendären Buena Vista Social Club. Sechszehn Jahr jünger, aber nicht minder berühmt ist die Maria Bethania. Die Brasilianerin lud die Kubanerin ins Studio ein, um eine gemeinsame Platte zu produzieren.
Diesem lateinamerikanische Gipfeltreffen wohnte ein Kamerateam bei. Nun liegt der Special-Edition des Albums Omara Portuondo und Maria Bethania eine DVD mit einem 45-minütigen Film bei, der zeigt, wie die CD entstanden ist. Durchaus lohnenswert, sich nach dieser Special-Edition des Albums von Omara Portuondo und Maria Bethania umzuschauen.
Omara Portuondo & Maria Bethania dito 6
RP Music 2008 GEMA
www.rpmusic.com.ar
Ersatzmusika songs unrecantable 1
Asphalt Tango 2009 LC 12494
www.asphalt- tango.de
Die Sängerin und Tastenvirtuosin Irina Doubrovskaja hat es unmittelbar nach dem Ende des kalten Krieges aus der kollabierenden Sowjetunion nach Berlin verschlagen. Dort traf sie auf andere Musiker mit russischen Wurzeln und gemeinsam gründeten sie eine sehr spezielle Band. Ersatzmusika spielen keinen russischen Folk, sondern eine Musik, die wie ein Zerrspiegel die Erfahrungen der Exilanten reflektiert. Songs Unrecantable ist das zweite von Poesie, Wehmut und Humor nur so strotzende Album von Ersatzmusika.
Kady Diarra stammt aus einer westafrikanischen Griot-Familie. So verwundert es nicht, daß auch sie die Tradition des von Musik unterstützten Geschichtenerzählens weiterführen wollte. Zum Glück sind heute die Zeiten, in denen Griots nur Männer waren vorbei. So kann uns Kady Diarra mit ihrer kräftig strahlenden Stimme in ihren Bann zieht. Mittlerweile stand sie schon mit Jasper Van't Hofs Pili Pili, Youssou N'Dour und Salif Keita auf der Bühne. Das aktuelle Solo-Album von Kady Diarra heißt Noumou und ist wieder stark von der Musik ihrer Heimat Burkina Faso beeinflußt.
Kady Diarra noumou 12
Playasound 2009 LC 08191
www.playasound.com
Elizabeth Cotton shake sugaree 20
Smithsonian Folkways 2004 LC 09628
www.folkways.si.edu
Elizabeth Libba Cotten war bis zu ihrem Tod im Jahr 1987 eine der einflußreichsten weiblichen Bluesgitarristen der USA und ist damit natürlich genau die Richtige, um den Blues für Angela zu spielen. Als Linkshänderin spielte sie die Instrumente sozusagen "verkehrt" herum. So entstand ihre einzigartige Gitarrentechnik. Auf dem posthum veröffentlichten Album Shake Sugaree finden sich noch einige bisher unveröffentlichte Perlen, die Cotten zwischen 1965 und 66 eingespielt hat.
In dieser Zeit war Cotten auch Gast des mittlerweile legendären Newport Folk Festival, auf dem unter anderem auch John Lee Hocker, Muddy Waters und damals Newcomer wie Bob Dylen und Joan Baez auftraten. Nun hat sich das Jazztrio Rosebud der Musik der ersten Jahre des Newport Folk Festivals angenommen. Gemeinsam mit der Sängerin Beate Sampson interpretieren sie die überlieferten, teils uralten Lieder neu und holen sie damit ins hier und jetzt. So einen ein Lied von Libba Cotten.
Rosebud plays the music of newport 9
Enja 2009 LC 18386
www.jazzrecords.com/enja
Amina Alaoui gharnati - en concert 5
Saphrane 2009 GEMA
www.saphrane.com
Der Einfluss von Amina Alaoui auf die zeitgenössische Entwicklung der klassischen Musik der arabischen Welt kann gar nicht überschätzt werden.
Die dazu nötigen Vorkenntnisse erwarb sich die Sängerin während ihrer Studien in ihrer Heimat Marokko, in Frankreich und vor allem Spanien. So kam es auch, dass sich Amina Alaouis für die alte arabisch-andalusischen Musikverbindungen einsetzt, was auf der Live-CD Gharnati wunderbar zu hören ist.
Die brasilianische Gitarristin und Sängerin Celia Malheiros traf während einer Europatournee in Kopenhagen den dänischen Pianisten Thomas Clausen.
Der Beginn einer musikalischen Kooperation, zu der sich der ebenfalls aus Brasilien stammende Saxophon- und Flötenspieler Carlos Malta gesellte. In Rio de Janeiro spielten Malheiros, Clausen und Malta als tRIO das bezaubernde Album After The Carnaval mit überwiegend eigenen Kompositionen im Stile der Sambas und Choros ein.
tRIO after the carnaval 5
Sundance 2009 LC 09237
www.sundance.dk
Neigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune wellen der angst 11
Trikont 2009 LC 04270
www.trikont.de
Die polnisch-stämmige Künstlerin Erynnia lebt in Linz und widmet sich den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Kombination von Stimme und Elektronik. Sie ist einer der Glanzpunkt auf dem zweiten Album der Wiener BandNeigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune. Diese abgefahrene Crew hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der guten alten Manier des Wiener Liedes Depression zu Musik werden zu lassen. Wellen der Angst heißt diese verdammt erstklassige Scheibe.
Der Goldene Orsino Jingle
Der Goldene Orsino geht heute an Berangere Maximin für ihre Produktion tant que les heures passent. Geboren und aufgewachsen ist sie auf La Reunion, dem französischen Inseldepartement im Indischen Ozean vor Afrikas Ostküste.
Seit 2002 lebt und studiert Berangere Maximin in Frankreich. Nach Stippvisiten in diversen Rock- und Weltmusikformationen erarbeitete sie sich so einen weiten musikalischen Horizont. In ihrem eigenen kleinen Homestudio in Paris hat sie eine faszinierende CD geschaffen, die jenseits von Zeit und Raum zu schweben scheint. Zu hören sind unglaublich stimmungsvollen Klangcollagen, erstellt nur mit einem Taperecorder, ihrer Stimme und alten Schallplatten. Dabei setzt sie bewusst auf Platten aus aller Welt, so dass auch Ihre Musik mit keinem anderen als dem Wort Weltmusik bezeichnet werden kann. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Berangere Maximin.
Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de Orsino verabschiedet sich auf persisch: khodâfez und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!
Berangere Maximin tant que les heures passent 4
Tzadik 2008 LC 01221
www.tzadik.com