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Orsinos Lied 09.12.2007

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Orsino-Jingle
Da die Musik der Liebe Nahrung ist, möchte ich Euch hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder servieren.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk: Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen sagt Orsino. Da gegen Ende eines jeden Jahres in unseren Breiten traditionell viel über Männer geredet wird - über den Bischof Nikolaus, Jesus von Nazareth und Papst Silvester I. - ist es mittlerweile bei Orsinos Lied zur Tradition geworden, die Dezember-Ausgabe Musikerinnen aus aller Welt gewidmet. Diese kommen heute unter anderem aus Palestina, Vietnam und Italien. Schau an - Musik stellt eine spanische und eine afro-kubanische DVD vor und der Goldene Orsino schließlich geht nach Brüssel an Myriam Alter für ihre zauberhafte Produktion Where is There.
Los geht's mit einem skandinavischen Dreierpack, mit Solveig Slettahjell, Silje Nergaard und Rigmor Gustafsson. Solveig Slettahjell stammt aus Norwegen und singt mit ihrer warmen Alt-Stimme Lieder, die irgendwo zwischen Folk, Jazz und Pop anzusiedeln sind. Domestic Songs heißt ihr aktuelles Album, dessen intime Lieder sie in ihrer eigenen Wohnung aufgenommen hat.
Silje Nergaard stammt ebenfalls aus Norwegen und ist in den gleichen musikalischen Gefilden wie Slettahjell unterwegs. Nergaards neuste Platte heißt Darkness out of Blue und überrascht unter anderem mit einem verträumten Duett mit dem brasilianischen Sänger Marcio Faraco.
Die Schwedin Rigmor Gustafsson passt sich schließlich gut in diesen Dreierpack ein. Auch auf Rigmor Gustafssons CDs Alone with you findet sich ein Stück, dass einen Hauch brasilianischen Flair versprüht.
Öffnet jetzt also Eure Herzen und Ohren für Solveig Slettahjell, Silje Nergaard und Rigmor Gustafsson.
Solveig Slettahjell domestic songs 13
ACT 2007 LC 07644
www.actmusic.com
Silje Nergaard darkness out of blue 9
Universal 2007 LC 00699
www.siljenergaard.com
Rigmor Gustaffsson alone with you 13
ACT 2007 LC 07644
www.actmusic.com
Geboren in Israel lebt die Sängerin Dalia Faitelson heute in Dänemark. Dort mischt Dalia Faitelson eine würzige Melange aus orientalischem und europäischem, verfeinert mit Jazz und Funk. Und auf ihrer neusten CD Pilpel singt Faitelson erstmals wieder in hebräisch.
Dalia Faitelson pilpel 10
Double Moon 2007 LC 01221
www.daliafaitelson.com
www.doublemoon.de
Circo Diatonica di Clara Graziano 14
Finisterre 2007 GEMA
www.finisterre.it
Die Sängerin, Akkordeonspielerin und Komponistin Clara Graziano mit ihrer ganz eigenen Hommage an die Musik der italienischen Jahrmärkte ihrer Kindheit. Mit ihrem fünfköpfigen Circo Diatonica hat Clara Graziano das Album La Banda eingespielt und würdigt frech und humorvoll die kulturelle Bedeutung, die den Bandas, den Volksorchestern, in Italien zukommt.
So frei wie Clara Graziano mit ihren Wurzeln umgeht arbeitet auch die spanische Sängerin Monte Palafox. In London stellte Monte Palafox ihre Band La Xula zusammen, um gemeinsam eine wilde Mischung aus Flamenco, Zigeunermusik, Tango, Klezmer und Rock zu zelibrieren. La Xulas Debüt heißt in X-ile.
La Xula in x-ile 3
Malagueta Music LC 09527
www.laxula.com
www.malagueta- music.com
Ojos de Brujo DVD techari live 2
Diquela 2007 LC 07800
www.ojodebrujo.com
www.diquela.com
Ojos de Brujo, die Band um die charismatische Sängerin Marina La Canillas, ist der neuste musikalische Clou, den Barcelona der Welt offeriert. Vor ziemlich genau einem Jahr trat die Band mit den Titeln ihrer aktuellen Platte in Barcelona auf. Diese Wahnsinnskonzert, zu dem sich Ojos de Brujo viele spannende Gastmusiker eingeladen hatten, wurde gefilmt und ist nun auf DVD als Techari Live veröffentlich worden.
Viel, viel länger ist es her, als Celia Cruz, die Grande Dame des Salsa im kongolesischen Kinshasa auftrat. Es war im Jahr 1974, als der heute legendäre Boxkampf zwischen Muhammed Ali und George Foreman, mit einem ganz großen dreitägigen Musikfestival gefeiert wurde. Celia Cruz brachte damals die kubanische Musik nach Zentralafrika und löst damit eine völlig neue Welle in der afrikanischen Popmusik aus. Unter dem Titel Celia Cruz and the Fania Allstars in Africa sind die Filmaufnahmen von damals nun auf DVD herausgekommen.
Celia Cruz and The Fania Allstars DVD in africa 2
Gravity 1997 GEMA
V.A. Truong Thi Quinh Hanh chrismas around the world 13
Playasound 2007 LC 08191
www.playasound.com
Diese überraschende Version von Stille Nacht, heilige Nacht stammt aus Vietnam. Gefunden habe ich den Titel der Sängerin Truong Thi Quinh Hanh auf dem Album Chrismas around the World. Auf dieser Scheibe sind Weihnachtslieder zu finden, die unter anderem auch aus Thailand, dem Libanon und Kamerun stammen.
Aus Palestina stammt Rim Banna. Die zweite Platte der Sängerin heißt Seasons of Violet. Wie die blaue Blume der Romantik im Abendland, ist der violette Flieder in Palestina ein Symbol für Liebe und Sehnsucht. Doch Rim Banna singt nicht nur von Herzenssachen und verträumten Olivenhainen. Auch das Schicksal ihres Volkes kommt in den Liedern zur Sprache. Dabei verwebt Rim Banna sanften Pop mit volksliedhafte Elementen und würzt ihre Lieder auch gern mit Zutaten aus aller Welt.
Rim Banna seasons of violet 10
Strange Ways 2007 LC07147
www.rimbanna.com
www.strangeways.de
Farida departure 4
Music & Words 2005 LC 01221 www.faridamaqam4u.com
www.musicwords.nl
Eine der spannendsten Sängerinnen aus dem kriegsgebeutelten Irak ist Farida Mohammed Ali. Noch bevor Mister Bush und seine Willigen im Irak einmarschierten, ging Farida im Jahr 1997 in Bagdad ins Studio. Dort nahm sie Lieder auf, in denen Tradition und Moderne auf überzeugende Weise verschmolzen. Die Bänder dieser Aufnahmen sind erhalten geblieben und nun veröffentlicht worden. Faridas CD heißt Depature - Iraqi Songs of Love and Longing.
Der Goldene Orsino. Diese Auszeichnung geht heute an Myriam Alter für ihr Werk Where is There. Die belgische Komponistin und Pianistin holt sich unter anderen den brasilianischen Cellovirtuosen Jaques Morelenbaum und die jüdischen Avantgarde-Musiker Greg Cohen und Joey Baron aus New York ins Studio. Außerdem trugen der Klarinettist John Ruocco, Pierre Vaiana am Saxophon und schließlich Klaviervirtuose Salvatore Bonafede das ihre dazu bei, einen unvergleichliches Klangwunder zu erstellen. Entstanden ist eine Platte, in deren Musik Jazz, Tango Nuevo und Samba ebenso zu finden sind, wie Klassik- und orientalischen Elemente. Mit Where is there hat Myriam Alter nicht nur eine der schönsten Platten des Jahres veröffentlicht, nein, Where is there ist Weltmusik im besten Sinne des Wortes! Und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für Myriam Alter. Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, dann müsste Where is There für alle immer und überall verfügbar sein.
Die Welt würde besser aussehen! Bestimmt!
Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikerinnen findet ihr im Internet unter www.querfunk.de Orsino verabschiedet sich auf estnisch: head aega und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen.
Myriam Alter where is there 2
Enja 2007 LC 03126
www.enjarecords.com